Informationstage am 24. + 25.01.2020

Am 24. + 25. Januar 2020 laden wir alle interessierten Eltern zu den diesjährigen Informationstagen ein. fws_infotage_flyer_2020

Erziehungsziele und -methoden sowie ihre praktische Umsetzung im Unterrichtsalltag werden beispielhaft dargestellt. In Workshops können eigene persönliche Fragen beantwortet werden. Das Bildungskonzept der Waldorfschule ist auf die Weite in den Kindern liegenden Veranlagungen und Begabungen ausgerichtet. Die Erziehung ist ganzheitlich. Kopf, Herz und Hand werden angesprochen. Neben den klassischen Bereichen schulischen Lernens gibt es eine besondere Förderung durch ein vielseitiges Angebot künstlerisch-praktischer Unterrichtsfächer sowie Betriebs- und Sozialpraktika in der Oberstufe. Die Ausrichtung auf das Praktische leistet einen wichtigen Beitrag zur Willenserziehung. Waldorfpädagogik sieht Erziehung nicht als pures Leistungstraining an, sondern als Kunst zur Förderung der Individualität des Menschen. Sie strebt die Ausbildung von Fähigkeiten an, die sich über den Bereich der Wissensaneignung hinaus ebenso auf Handlungs-, Sozial- und personale Kompetenz erstrecken- Fähigkeiten, die in unserer Lebens- und Arbeitswelt eine immer größere Bedeutung haben.

Den Erwerb dieser Schlüsselqualifikation, die das in unserer Zeit notwendige lebenslange Lernen erst ermöglichen, stellen die Schüler nach 12-jähriger Schulzeit beim Waldorfabschluss unter Beweis. Darüber hinaus können auch die staatlichen Schulabschlüsse an der Vaihinger Waldorfschule erworben werden (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur). Eltern und Lehrer arbeiten in der Waldorfpädagogik in einem intensiv gepflegten Kontakt zusammen. Die Waldorfschule wird durch die Mitarbeit der Eltern erst möglich: gemeinsam mit dem Lehrerkollegium, Mitarbeitern, Schülern und Schülerinnen und Freunden gestalten sie die geistige, rechtliche und wirtschaftfliche Entwicklung der Schule.

Wir freuen uns darauf, Sie begrüssen zu dürfen!


Oberuferer Weihnachtsspiele am 18.12.2019

Paradeisspiel / 17:00 Uhr (frei für Kinder ab Klasse 3)

Christgeburtspiel / 18:30 Uhr

Die Kumpaneien laden Sie herzlich ein, die Spiele als gemeinschaftliches Erlebnis zwischen Publikum und Spielern entstehen zu lassen. Wir freuen uns auf Sie! Der Eintritt ist frei.

Außerdem freuen wir uns sehr, dass nach vielen Jahren das Dreiköngspiel ebenfalls wieder aufgeführt wird - am 06.01.2020 um 19:00 Uhr, ebenfalls im Saal der Schule.

Die Oberuferer Weihnachtspiele sind Teil eines Zyklus von Spielen um biblische Ereignisse, sogenannten Mysterienspiele, wie sie im Mittelalter häufig waren. Das Paradeis-Spiel, das Christgeburt-Spiel und das Dreikönig-Spiel wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Karl Julius Schröer wiederentdeckt und veröffentlicht. Benannt sind sie nach dem Entdeckungsort „Oberufer“ einem bis 1918/20 von Deutschen und zu von Ungarn besiedelten Dorf an der gleichnamigen Donaufurt/Fährstelle. Der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, gab eine leicht modifizierte Fassung dieser Spiele heraus und regte Aufführungen an. Die Lehrer der ersten Waldorfschule führten die Präsentation für ihre Schüler ein. Sie werden alljährlich in Waldorfeinrichtungen um die Weihnachtszeit von Schülern, Lehrern, Mitarbeitern und manchmal auch Eltern oder mit der jeweiligen Einrichtung verbundenen Menschen aufgeführt.

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Öffentliche Schulfeier am 23.11.2019 von 9:00 – 10:30h

Wir laden alle Interessierten zur Schulfeier ein. In der Pause kann man in der Mensa eine Kunstausstellung besuchen. Gezeigt werden Arbeiten aus der Oberstufe.

Seit der Begründung der ersten Waldorfschule 1919 gehören die damals so genannten Monatsfeiern wie selbstverständlich zum Profil der Waldorfpädagogik. Für die kleinen Schüler ist der Blick auf die „Großen“ etwas Selbstverständliches. Sie sind ihnen Vorbild und Wegweiser. Staunend verfolgen sie, was auf der Bühne geschieht. Manchmal hört man die Frage: „Machen wir das auch mal?“ Die größeren Schüler erinnern sich bei den Beiträgen der jüngeren vielleicht an ähnliche Beiträge, die sie in diesem Alter vorgeführt haben und staunen manchmal, mit welcher Ernsthaftigkeit da aufgetreten wird. Außerdem lernen die Schüler bestimmte Seiten ihrer Lehrer kennen: Einige zeigen selten etwas, andere treten häufig mit verschiedenen Klassen auf, zeigen möglicherweise oft Ähnliches, man weiß schon, was einen erwartet. Auch die Wahrnehmung der Klassen untereinander wird nicht unwesentlich durch die Beiträge bei den Monatsfeiern geprägt. Für jeden einzelnen Schüler stellt ein Auftritt gewisse Anforderungen, die bewältigt sein wollen und die wiederum ermutigen, wenn sie gemeistert werden.

Auch für die Lehrer stellt die Monatsfeier eine Herausforderung dar. Wenn die Beiträge geplant werden, ist manchmal kaum abzuschätzen, wie weit die Klasse im gemeinsamen Übungsprozess voranschreiten kann. Wird das Geübte gelingen? Wie viel Werkstattcharakter darf es haben? Manchmal kann man als Lehrer nur staunen, wie einzelne Schüler regelrecht über sich hinauswachsen oder wie eine ganze Klasse gemeinsam einen Schritt vorwärts geht. Als Eltern freut man sich in der Regel, die eigenen Kinder innerhalb ihrer Klasse zu erleben. Gleichzeitig kann man einen Eindruck gewinnen von dem, was an der Schule lebt. Für Schüler und Lehrer bildet die interessierte Elternschaft eine nicht zu unterschätzende Hülle, in der sich das Schulleben gedeihlich entwickeln kann.

Zuletzt sei noch ein Aspekt erwähnt, der mit der ursprünglichen Intention der Monatsfeier wenig zu tun hat, aber unseren Zeiterfordernissen entspricht. Dadurch, dass fast alle Fächer einen Einblick in ihre pädagogische Arbeit gewähren, stellen Monatsfeiern für die Schule eine besondere Möglichkeit dar, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.